Wie groß ist OTTO 2026? Umsatz, Kunden und Händler

Keanu Dutado

Von Keanu Dutado · Stand: 29.10.2026

Kurz gesagt

Im neuesten Ranking der Onlineshops in Deutschland, für 2024, steht otto.de auf Platz 2, weit hinter amazon.de. Im Geschäftsjahr 2025/26 kauften Kunden bei otto.de für rund 7,5 Milliarden € ein, bei OTTO selbst und bei den Händlern auf dem Marktplatz zusammen. Der Marktplatz wuchs dabei um 9 %, dreimal so schnell wie OTTOs eigener Handel. OTTO zählte im selben Jahr 12,6 Millionen aktive Kunden, rund 6.100 Händler auf dem Marktplatz und über 19 Millionen Artikel.

Wer überlegt, auf OTTO zu verkaufen, oder dort schon verkauft und plant, will wissen, wie groß der Marktplatz ist und wohin er sich entwickelt. Im Netz stehen dazu oft Zahlen aus früheren Jahren, etwa 12,2 Millionen Kunden, 18 Millionen Artikel oder eine OTTO-Grundgebühr von 39,90 €, und selten steht dabei, für welches Jahr sie gelten. Wer mit alten Zahlen rechnet, schätzt Reichweite und Kosten von OTTO falsch ein.

OTTOs Geschäftsjahr läuft von März bis Februar

OTTO gehört zur Otto Group, und beide rechnen in Geschäftsjahren vom 1. März bis Ende Februar. Das Geschäftsjahr 2025/26 lief vom 01.03.2025 bis zum 28.02.2026. OTTO veröffentlicht seine Jahreszahlen Ende März, die Otto Group ihre Ende Mai. Zahlen für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 kommen deshalb voraussichtlich erst im März 2027.

7,5 Milliarden € Plattformumsatz im Geschäftsjahr 2025/26

Die wichtigste Zahl von OTTO ist der Plattformumsatz, auf Englisch GMV. Er ist der Wert aller Bestellungen bei otto.de, aus OTTOs eigenem Handel und vom Marktplatz zusammen. Im Geschäftsjahr 2025/26 waren das laut Otto Group rund 7,5 Milliarden €, 6 % mehr als im Jahr davor.

Daneben stehen in OTTOs Bilanz 4,7 Milliarden € Umsatzerlöse, das ist kleiner, weil bei einem Verkauf auf dem Marktplatz der Kaufpreis dir gehört und OTTO davon nur die OTTO-Provision bekommt. Wie viel Kunden auf otto.de insgesamt einkaufen, zeigen also die 7,5 Milliarden €.

Bis zum Geschäftsjahr 2027/28 will OTTO laut dpa vom 25.03.2026 auf 10 Milliarden € Plattformumsatz wachsen.

Der Marktplatz wächst schneller als OTTOs eigener Handel

Im Geschäftsjahr 2025/26 wuchs der Plattformumsatz des Marktplatzes um 9 %, der von OTTOs eigenem Handel um 3 %. Der Marktplatz wuchs also dreimal so schnell. Seinen Anteil hat OTTO zuletzt für das Geschäftsjahr 2024/25 genannt, damals rund 40 % des Plattformumsatzes. Für das Geschäftsjahr 2023/24 berichtete die Fachpresse von rund einem Drittel.

Für 2025/26 nennt OTTO weder den Anteil noch den Plattformumsatz des Marktplatzes in Euro. Fest steht nur die Richtung. Weil der Marktplatz dreimal so schnell wuchs wie der eigene Handel, ist sein Anteil gegenüber den rund 40 % aus 2024/25 gestiegen. Wie hoch er jetzt ist, sagt OTTO nicht.

12,6 Millionen aktive Kunden im Geschäftsjahr 2025/26

Die geprüfte Jahreszahl ist 12,6 Millionen aktive Kunden im Geschäftsjahr 2025/26, 4 % mehr als im Jahr davor. So steht sie im Geschäftsbericht der Otto Group. Neuere Zahlen nennt OTTO ohne Zeitraum, im Juni 2026 13 Millionen und im September 2026 13,1 Millionen. Die 12,2 Millionen, die viele Seiten noch nennen, gelten für das Geschäftsjahr 2024/25.

Rund 6.100 Händler auf dem OTTO-Marktplatz

Im Geschäftsjahr 2025/26 verkauften rund 6.100 Händler auf dem Marktplatz von OTTO. OTTO nennt sie Partner. Die Zahl ist seit 2024 gesunken, weil OTTO bewusst auswählt, wer dort verkauft.

StandHändler auf dem Marktplatz
Geschäftsjahr 2023/24über 6.500
Geschäftsjahr 2024/25rund 6.200
Geschäftsjahr 2025/26rund 6.100
September 2026rund 6.200, laut OTTO-Chef im Interview

Zum 01.08.2024 hob OTTO die OTTO-Grundgebühr von 39,90 € auf 99,90 € im Monat plus Mehrwertsteuer an. Bis Oktober 2024 verließen danach laut OnlinehändlerNews rund 500 Händler den Marktplatz auf eigenen Wunsch. Im Geschäftsjahr 2024/25 trennte sich OTTO außerdem von Händlern mit Mängeln in der Qualität. OTTO-Chef Ewenstein nennt die Zahl der Händler im September 2026 selbst klein im Vergleich zu offenen Marktplätzen. Auf Amazon verkaufen laut Amazons KMU-Report 2026 allein über 40.000 kleine und mittlere Firmen aus Deutschland.

Jeder Händler zahlt heute die OTTO-Grundgebühr von 99,90 € im Monat plus Mehrwertsteuer und von jedem Verkauf eine OTTO-Provision von 7 bis 22 % des Preises. OTTO prüft jede Bewerbung einzeln, wie das abläuft, steht unter Wie werde ich Händler auf OTTO?.

Über 19 Millionen Artikel von über 40.000 Marken

Die Zahl der Händler sinkt, die Zahl der Artikel wächst. OTTO zählte im Geschäftsjahr 2025/26 über 19 Millionen Artikel, laut der Präsentation für Händler von über 40.000 Marken, Stand März 2026. In den Geschäftsjahren 2023/24 und 2024/25 waren es über 18 Millionen.

Händler verkaufen auf dem Marktplatz laut der Präsentation für Händler, Stand 2026, in acht Kategorien, nämlich Drogerie, Einrichten & Wohnen, Fashion & Lifestyle, Garten & Heimwerken, Gesundheit, Haltbare Lebensmittel, Sport & Freizeit sowie Technik & Medien. Im Geschäftsjahr 2025/26 wuchs der Plattformumsatz laut Fachpresse bei Mode und Sport um 9 % und bei Wohnen um 7 %. Neu dazu kamen 2026 laut dpa unter anderem haltbare Lebensmittel, Tiernahrung, Kosmetik und Bücher.

Laut Ewenstein im Interview vom September 2026 liegen rund 80 % der Artikel und 90 % der Erlöse von OTTO in Sortimenten, bei denen Kunden viel Beratung brauchen. Im HDE Online-Monitor 2026 steht otto.de für das Jahr 2025 bei Mode und Accessoires auf Platz 1 der Onlinehändler. Bei Wohnen und Einrichten sowie bei Freizeit und Hobby steht otto.de auf Platz 2, bei Heimwerken und Garten auf Platz 3.

Über 3 Millionen Besuche am Tag, 90 % davon mobil

Laut OTTO kommen jeden Tag über 3 Millionen Besuche auf otto.de, die OTTO als qualifiziert zählt, Stand März 2026. 90 % davon sind mobil, und bis zu 49 Bestellungen gehen in einer Sekunde ein. Im ganzen deutschen Onlinehandel lief 2025 laut HDE 69 % des Onlineumsatzes über mobile Geräte. Die meisten Kunden sehen deine Artikel auf otto.de also auf einem kleinen Bildschirm.

Wo otto.de im deutschen Onlinehandel steht

Das neueste Ranking der größten Onlineshops in Deutschland stammt von EHI und ECDB, erschien im September 2025 und gilt für das Kalenderjahr 2024. Die Studie rechnet mit eigenen Zahlen, nicht mit denen von OTTO, deshalb passt ihr Wert nicht zu OTTOs Plattformumsatz. In der Studie liegt otto.de mit 4,4 Milliarden € auf Platz 2, hinter amazon.de mit 15,0 Milliarden € und vor zalando.de mit 2,6 Milliarden €. Unter den Marktplätzen steht otto.de auf Platz 3, hinter amazon.de und ebay.de. Ein Ranking für 2025 war am 28.10.2026 nicht zu finden.

Für 2025 misst der HDE, dass Amazon 63,3 % des deutschen Onlineumsatzes macht, 46,1 % über seinen Marktplatz und 17,2 % im eigenen Handel. Alle Marktplätze zusammen kamen auf 56,7 %. Den ganzen Onlinehandel mit Privatkunden in Deutschland beziffert der HDE für 2025 auf 92,3 Milliarden €. Einen Marktanteil von OTTO veröffentlicht OTTO nicht. Was Gebühren und Reichweite für deine Entscheidung heißen, steht unter Lohnt sich OTTO? OTTO und Amazon im Vergleich.

So nutzt du die Zahlen von OTTO für dein Sortiment

Die Zahlen zum ganzen Marktplatz sagen dir, wie viele Kunden otto.de hat. Wie viele davon nach deinen Artikeln suchen, sagen sie nicht. Das zeigt dir OTTO im Partnerportal OTTO Partner Connect.

  1. Öffne „Analysen“ → „Potenzialanalysen“ → „Suchbegriff Analyse“. Dort zeigt OTTO die 100.000 häufigsten Suchbegriffe auf otto.de mit ihrem Suchvolumen, also wie oft danach gesucht wurde.
  2. Such in der Liste die Suchbegriffe deiner Kategorie, etwa „gartentisch eiche“ für Gartenmöbel. Ihr Suchvolumen ist die Nachfrage nach deinen Artikeln auf otto.de. Vom 27.09. bis 27.10.2026 lagen dort „kleiderschrank“, „iphone 18 pro max“ und „waschmaschine“ vorn, mit je 100.000 bis 200.000 Suchen.
  3. Halte daneben, was OTTO zu deiner Kategorie meldet. Wohnen wuchs 2025/26 um 7 %, Mode und Sport um 9 %, und der HDE nennt die Plätze von otto.de je Sortiment.
  4. Prüf bei jeder Zahl, für welchen Zeitraum sie gilt und ob sie von OTTO stammt. Neue Jahreszahlen bringt OTTO voraussichtlich im März 2027, die Otto Group im Mai 2027 mit ihrem Geschäftsbericht.

Eine Seite, auf der OTTO alle Zahlen zum Marktplatz mit Datum zeigt, gibt es nicht. Die geprüften Jahreswerte stehen im Geschäftsbericht der Otto Group, neuere Werte ohne genauen Zeitraum in OTTOs Präsentation für Händler und auf otto.market. Die Seite „Auf einen Blick“ unter otto.de/unternehmen zeigte am 28.10.2026 noch die Werte von 2024/25.

Was MargenOptimierer dir auf dem OTTO-Marktplatz abnimmt

Die Zahlen oben zeigen, wie groß OTTO ist. Ob du dort Geld verdienst, zeigen sie nicht. Das entscheidet sich an jedem einzelnen Artikel, an seiner OTTO-Provision, deinen Kosten und deiner Werbung.

MargenOptimierer ist für OTTO gebaut. Du verbindest dein OTTO-Konto einmal mit MargenOptimierer, danach holt MargenOptimierer jede Nacht deine Bestellungen, Erstattungen, Kampagnen und Werbezahlen von OTTO. Die Seite Marge zeigt dir für jeden Artikel, was von deinem Umsatz nach Mehrwertsteuer, OTTO-Provision, Werbekosten, Erstattungen und deinen eigenen Kosten bleibt, für dein ganzes Konto auch nach der OTTO-Grundgebühr. Die Sätze der OTTO-Provision je Provisionsgruppe nach OTTOs eigenen Angaben und die OTTO-Grundgebühr sind in MargenOptimierer schon eingetragen. Du trägst nur deine eigenen Kosten ein, etwa Einkauf und Versand.

Die Marge der Demo-Firma. Oben stehen Umsatz, Deckungsbeitrag und Marge, darunter die Artikel, die am meisten Geld kosten, mit ihrem Grund.
Die Marge der Demo-Firma. Oben stehen Umsatz, Deckungsbeitrag und Marge, darunter die Artikel, die am meisten Geld kosten, mit ihrem Grund.

Deine Werbung steuerst du auf der Seite Optimierung. Ein Targeting ist ein Artikel oder ein Keyword, auf das du ein Gebot setzt. Der ACoS ist der Anteil deiner Werbekosten am Werbeumsatz, und dein Ziel-ACoS ist der höchste ACoS, bei dem dir an einem Verkauf noch genug bleibt. Daran misst MargenOptimierer jedes Targeting und stellt es in eine von vier Zeilen. Bei „Zu teuer“ und „Klicks ohne Verkauf“ senkst du die Gebote, bei „Läuft gut“ und „Kaum gesehen“ kannst du sie erhöhen. Ein Klick merkt die neuen Gebote vor, und zu OTTO gehen sie erst, wenn du sie sendest.

MargenOptimierer kostet ab 49 € netto im Monat. Die ersten 14 Tage testest du kostenlos, ohne Kreditkarte.

Häufige Fragen

Wie viel Umsatz macht OTTO?

Im Geschäftsjahr 2025/26 kauften Kunden bei otto.de für rund 7,5 Milliarden € ein, OTTOs eigener Handel und der Marktplatz zusammen. Was OTTO selbst als Umsatz verbucht, die Umsatzerlöse, lag im selben Jahr bei 4,7 Milliarden €. Die Zahl ist kleiner, weil bei einem Verkauf auf dem Marktplatz der Kaufpreis dem Händler gehört und OTTO davon die OTTO-Provision bekommt. Bis zum Geschäftsjahr 2027/28 will OTTO auf 10 Milliarden € wachsen.

Wie viele Händler verkaufen auf OTTO?

Rund 6.100 im Geschäftsjahr 2025/26, im September 2026 nannte OTTO-Chef Ewenstein rund 6.200. Seit 2024 nimmt die Zahl ab, weil OTTO auswählt, wer verkauft, und sich von Händlern mit Mängeln trennt. Auf Amazon verkaufen laut Amazons KMU-Report 2026 allein über 40.000 kleine und mittlere Firmen aus Deutschland.

Wie viele Kunden hat OTTO?

12,6 Millionen aktive Kunden im Geschäftsjahr 2025/26. Im September 2026 nannte OTTO-Chef Ewenstein in einem Interview 13,1 Millionen, ohne Zeitraum. Die oft genannten 12,2 Millionen gelten für das Geschäftsjahr 2024/25.

Wie groß ist der Marktplatz von OTTO im Vergleich zum eigenen Handel?

Für 2025/26 nennt OTTO keinen Anteil. Zuletzt nannte OTTO für das Geschäftsjahr 2024/25 rund 40 % des Plattformumsatzes. Im Geschäftsjahr 2025/26 wuchs der Marktplatz mit 9 % dreimal so schnell wie OTTOs eigener Handel mit 3 %.

Keanu Dutado

Keanu Dutado
Keanu Dutado hat mehrjährige Erfahrung im E-Commerce, als Händler auf verschiedenen Marktplätzen und als Amazon Ads Manager bei Snocksulting / Remazing Nova. Er hat MargenOptimierer gegründet.

Stand und Quellen

Stand: 29.10.2026

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